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ebook Preise beim Amazon Kindle – mein Vorschlag

Montag, 9. Mai 2011 21:48

Bin ja seit kurzem stolzer Besitzer eines Kindles und an sich auch rund um mit der Hardware zufrieden. Schon mit dem Kauf war mir klar, dass erstens die Auswahl der deutschsprachigen Bücher überschaubar ist und zweitens die Preise für die Kindle Editions im Prinzip gleich wie die Taschenbuchausgaben sind.

Im Zeitalter digitaler Printproduktion, nahezu unbegrenztem Speicherplatz und günstiger Rechenzeit frage ich mich, warum die Kindle Editions ausgewählter Bücher genau so teuer sind, wie gedruckte Bücher? Nicht, dass mir das nicht vorher schon klar war, aber wenn man durch den Kindle Store stöbert drängt sich die Frage noch einmal stark  auf. Ich glaube und ich hoffe, dass gedruckte Bücher immer eine Rolle spielen werden, aber sind hohe eBook-Preise deswegen gerechtfertigt? Technisch betrachtet braucht man (vermutlich) bei der Produktion eines eBooks keine allzu großen Aufwand betreiben: Ich gehe davon aus, dass der Buchinhalt so oder so digital vorliegt – daraus ein digitales Format für den Kindle zu machen, stelle ich mir nicht all zu aufwendig vor. Natürlich muß mit dem eBook-Preis auch der Verleger, der Lektor, das Marketing, die Amazon-Gebühren usw. bezahlt werden – aber wenn das Buch so oder so (noch) gedruckt wird, warum muss dann das eBook noch mal so viel  kosten?! Die Hauptkosten für Lektor, Verlag & Co. könnten doch vom gedruckten Buch quasi getragen werden.

Selbstverständlich habe ich mir auch Gedanken darüber gemacht, wie ich den eBook-Absatz ankurbeln, gedruckte Bücher verkaufen und auch noch mehr Geld verdienen könnte. Aktuell stellt sich das ganze ja so dar:

  • Gebundenes Buch zum regulären Preis
  • Taschenbuch zum Taschenbuch-Preis
  • eBook zum Taschenbuch-Preis

Warum aber nicht so?

  • Bundle: Gebundenes Buch zum regulären Preis plus eBook zum Vorteilspreis

Ganz ehrlich: Ich wäre durchaus auch bereit für gebundenes Buch und entsprechendes eBook in Summe mehr zu bezahlen als nur für das eBook oder nur für das normale Buch. Ich werde mir aber vermutlich nie das gebundene Buch und das selbe eBook zum jeweiligen regulären Preis kaufen. Beispiel: Die Biografie von Bud Spencer habe ich mir neulich als “echtes Buch” fürs Regal gekauft. Natürlich hätte ich das Buch gerne auch als Kindle-Edition – aber ich würde dafür sicherlich nicht noch einmal die regulären 19,95 Euro bezahlen. Aber z.B. 25 Euro für beides wäre mir plausibel erschienen!

Warum gibt es solche Angebote nicht? Ich möchte mich bei einigen Büchern nicht entscheiden müssen, ob ich die Kindle-Edtion haben oder das Hardcover haben möchte. Idealerweise kann ich beides dann nutzen, wenn ich eine der Varianten bevorzuge. Sicher, beim Bundle-Kauf könnte ich das normale Buch als quasi neu direkt weiterverkaufen und ein reger Handel mit quasi neuen Gebrauchtbüchern würde entstehen – aber ist das wirklich die Gefahr, die befürchtet wird?

Habe ich einen Denkfehler drin?

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